Historie

1896 - Riesenrad Emil Bruch

1896 – Riesenrad Emil Bruch

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itte des 19. Jahrhunderts bat der Schneider und „Carousselführer“ August Ludwig Franz Bruch seinen Bruder, einen Wagenschmied, ihm ein Karussell zu bauen. Damit legte er den Grundstein für eine „Schausteller-Dynastie“, die seinesgleichen in Deutschland sucht. Seit 1848 reisen die Mitglieder der Familie Bruch von einem Volksfest zum nächsten, um das Publikum mit ihren Attraktionen zu begeistern. Augusts dritter Sohn Emil gründete eine weitere Tradition im Hause Bruch. 1896 kaufte er ein Riesenrad, damals noch russische Schaukel genannt, mit Handbetrieb und Karbidlampen – übrigens ein Jahr bevor im Wiener Prater zur Feier des 50-jährigen Thronjubiläums Kaiser Franz Josef I. das wohl berühmteste Rad der Welt errichtet wurde.

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it zwölf Metern Höhe und zehn Gondeln zog der Erstling der Bruchs schon damals die Besucher in den Bann. Das Vergnügen der Gäste, das Volksfest von oben zu betrachten, bedeutete für die Schausteller allerdings harte Arbeit, denn ohne elektrische Hilfe war eine Menge Muskelkraft für den Antrieb nötig. Ab 1900 wurde ein Verdampfer-Diesel-Motor verwendet bis Jahre später die Elektrik Einzug hielt. Im Laufe der Zeit wuchsen die Ausmaße. So entwickelte William Bruch 1960 sein erstes transportables Stahlriesenrad mit 16 Gondeln und 20 Metern Höhe. Seit 1994 dreht sich das „Bellevue“-Riesenrad mit weit über 50 Metern Höhe.

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s belohnt seine Gäste in den 42 Gondeln mit einem traumhaften Blick über die jeweilige Stadt und natürlich das Volkfest. Die bedächtige Fahrt in beeindruckender Höhe wird zu einem unvergesslichen Erlebnis. Ausgestattet im Jugendstil-Design ist es eine Hommage an die Riesenrad-Tradition der Familie Bruch.

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it seinem jüngsten Spross, dem Sky Lounge Wheel / Expo Star, rüstet sich das Unternemen Oscar Bruch jr. für die Zukunft. Das durch die Expo 2000 in Hannover weltbekannte Riesenrad glänzt durch modernste technische Ausstattung. Neben der opulenten Beleuchtung mit 1200 Metern Neon und ca. 50 000 Brennstellen zählen die frequenzgesteuerte Getriebemotoren zu den modernsten und komfortabelsten Antrieben. In den voll geschlossenen und Sicherheitsverglasten Gondeln haben die Fahrgäste des Sky Lounge Wheels wahrlich das Gefühl zu schweben.

 

Historische Fotogalerie „Bruch Riesenräder“